Viele Studierende überlegen sich nach dem Studium welchen Weg sie gehen möchten. Sollte der Weg der Rechtsanwaltsanwärterin/ des Rechtsanwaltsanwärter für Dich in Frage kommen findest du die wichtigsten Infos hier: 

Grundvoraussetzung für die Tätigkeit als Rechtsanwalt sind jedenfalls ein abgeschlossenes Studium des österreichischen Rechts sowie eine 5-jährige praktische Berufsausbildung in einer Rechtsanwaltskanzlei.
Praktische Berufsausbildung

Von der praktischen Berufsausbildung müssen mindestens 3 Jahre in der Kanzlei eines Rechtsanwaltes in Österreich als Berufsanwärter verbracht werden. In dieser Zeit sind zudem Ausbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 42 Halbtagen zu erbringen.

Mit Fachwissen zur Rechtsanwaltsprüfung

Mit dem so angeeigneten Fachwissen und der so gewonnenen Erfahrung muss der künftige Anwalt vor einer Prüfungskommission des Oberlandesgerichtes die Rechtsanwaltsprüfung bestehen. Erst nach erfolgreich abgelegter Prüfung und einer positiven Beurteilung der Vertrauenswürdigkeit durch den Ausschuss der Tiroler Rechtsanwaltskammer, erfolgt die Eintragung in die Liste der Tiroler Rechtsanwaltskammer erfolgen. Erst nach Angelobung durch den Präsidenten der Rechtsanwaltskammer ist ein Rechtsanwalt berechtigt, eine Kanzlei in eigener Verantwortung zu führen.

Notwendige Schritte auf dem Weg zum Rechtsanwaltsberuf

Im Zuge der Ausbildung zum Rechtsanwalt sind folgende Ausbildungsschritte zu setzen:

  • Mindestens 7 Monate Gerichtspraxis (Bezirks- und Landesgericht und/oder Staatsanwaltschaft) oder
  • 5 Monate Gerichtspraxis (Antragstellung auf Zulassung zur Gerichtspraxis bis spätestens 31.12.2016)
  • Eintragung in die Liste der Rechtsanwaltsanwärter und damit einhergehende
  • Ausstellung der „kleinen" Legitimationsurkunde (Stichwort „Kleine LU")
  • Ausstellung der „großen" Legitimationsurkunde (Stichwort „Große LU")
  • Erfolgreiche Ablegung der Rechtsanwaltsprüfung
  • Eintragung in die Liste der Rechtsanwälte
  • Angelobung durch den Präsidenten der Tiroler Rechtsanwaltskammer

Merke: Für die Eintragung als RAA in die jeweilige Rechtsanwaltskammer benötigt man nicht die absolvierte Gerichtspraxis, da diese gem. §2 (1) RAO in die Verwendungszeit mit einzuberechnen ist.

Auch gibt es eine Interessensvertretung für die RAA nämlich die IGRAA, mehr Infos dazu findest du hier.

Nähere Infos zur Ausbildung findest du hier!