Für RechtspraktikantInnen an den österreichischen Gerichten gilt das Rechtspraktikantengesetz – RPG:

 

Das Rechtspraktikum – umgangssprachlich Gerichtsjahr genannt – gibt Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Rechtswissenschaften die Möglichkeit, ihre Berufsvorbildung durch eine Tätigkeit bei Gericht fortzusetzen und dabei ihre Rechtskenntnisse zu erproben und zu vertiefen. Die Ausbildung ist so gestaltet, dass die Rechtspraktikantin oder der Rechtspraktikant einen möglichst umfassenden Einblick in die richterliche Tätigkeit, die Aufgaben der Geschäftsstelle und die sonstigen gerichtlichen Einrichtungen erhält. Im Sinne eines breiten Überblicks deckt die Ausbildung sowohl den Bereich Zivilprozess als auch den Bereich Strafsachen ab.

Rechtspraktikantinnen und Rechtspraktikanten erhalten für ihre Tätigkeit einen Ausbildungsbeitrag in der Höhe von € 1.359,5 pro Monat.

Absolventinnen und Absolventen der Rechtswissenschaften haben einen Rechtsanspruch auf Absolvierung des Rechtspraktikums. Ein Großteil macht davon Gebrauch, da es nur wenige juristische Berufe gibt, in denen das Rechtspraktikum von der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber nicht vorausgesetzt wird.

Im Rahmen des Rechtspraktikums erfolgt auch die Bewerbung für den richterlichen Vorbereitungsdienst. Für Richteramtsanwärterinnen und Richteramtsanwärter ist die Absolvierung eigens eingerichteter Kurse vorgesehen.

Wir empfehlen, bereits im Vorfeld einen Wunsch hinsichtlich der Zuteilung am jeweiligen Gericht zu äußern. Dies ist vor allem für jene RechtspraktikantInnen relevant, die ein Übernahmeverfahren anstreben.

Die Gerichtspraxis kann durch schriftliche Erklärung unterbrochen werden.

Du kannst zu Beginn deiner Gerichtspraxis entscheiden, ob du das Übernahmeverfahren anstrebst. Dieses ist Voraussetzung, um als RichteramtsanwärterIn bei Gericht "übernommen" zu werden.

Die Beurteilungen der Ausbildungsrichter sind ausschlaggebendes Kriterium dafür, zum Übernahmeverfahren zugelassen zu werden. Es stellt somit ein "Vorauswahlverfahren" dar.

Die Beurteilungsskala reicht von "ausgezeichnet", "Sehr Gut", "Gut", "Entsprechend" bis "Nicht Entsprechend". Um als Übernahmewerber (Aufnahmewerber) zugelassen zu werden, müssen zumindest zwei "ausgezeichnete" Beurteilungen vorliegen.

 

Das Aufnahmegesuch für den OLG Sprengel Innsbruck findest du anbei!

 

Für Auskünfte zur Gerichtspraxis wendest du dich bitte an:

Angelika Flörl
OLG Innsbruck, Zimmer N1119
Tel.: +43 (0)5 76014 342088
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Maximilianstraße 4
6010 Innsbruck
 
 

 

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