1562 wurde in Innsbruck von den Jesuiten ein Gymnasium errichtet (Akademisches Gymnasium Innsbruck), welches über 100 Jahre bestehen sollte.

Kaiser Leopold I. gründete am 15. Oktober 1669 eine Volluniversität mit vier Fakultäten (Philosophie 1669, Juristische Fakultät 1670, Theologische Fakultät 1670, Medizinische Fakultät 1674). Finanziert wurde dieses Vorhaben durch Einhebung einer Sondersteuer auf den Salzabbau in Hall in Tirol – den „Haller Salzaufschlag“.

Der erste Kurs wurde im Fach „Logik“ abgehalten.

Im Jahre 1677 bestätigte Papst Innozenz XI. die Errichtung der Universität, wodurch diese ihre volle Rechtsgültigkeit erlangte. Hintergrund hierfür war das wissenschaftliche Aufblühen protestantischer Hochschulen. Die Universität Innsbruck sollte zu einem katholischen Bollwerk zwischen Deutschland und Italien werden.

1687 wählen die Professoren aus ihrem Kreis den Rechtsprofessor Sebastian Mayr zum ersten Rektor der Universität.

1783 erfolgte durch Kaiser Joseph II. eine Reduzierung der Universität auf ein Lyzeum zu Gunsten der Zentraluniversitäten Wien und Prag.

Der Wiedereinrichtung durch Leopold II im Jahre 1792, folgte die Aufhebung im Jahre 1810 durch die Bayern und die Neugründung durch Kaiser Franz I. 1826. Zu Ehren beider Gründungsväter führt die Universität Innsbruck die Bezeichnung Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.

Die Lenkung der Universität (Studium, Vorlesungen, Besetzung von Lehrstühlen usw) erfolgte in den Jahren 1826 bis 1848 durch Studiendirektoren. In den Jahren 1848/1849 wurde der Universität jedoch wieder mehr Lehr- und Lernfreiheit durch die große österreichische Universitätsreform durch Unterrichtsminister Graf Leo Thun-Hohenstein eingeräumt und ihre Autonomie erweitert.

Erst 1878 wurden Frauen als Hospitantinnen für einzelne ausgewählte Vorlesungen und 1897 formal zum Studium an der Philosophischen Fakultät zugelassen. 1900 erfolgte die Zulassung zum Studium an der Medizinischen Fakultät und zum pharmazeutischen Beruf und 1907 wurde Adelheid Schneller (Historikerin) als erste Frau promoviert. 1919 kam es zur Formalen Zulassung an den Technischen Hochschule in Österreich und an der Juridischen und Staatswissenschaftlichen Fakultät.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde die Universität im März 1941 auf Vorschlag des damaligen Rektors Raimund von Klebelsberg in „Deutsche Alpenuniversität“ umbenannt. Damit einher gingen umfassend „Säuberungsaktionen“, in welchen Gegner der Nationalsozialisten entmachtet und vom wissenschaftlichen Betrieb ausgeschlossen wurden. Darüber hinaus kam es zur Einführung eines Numerus Clausus für jüdische Studierende.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 erfolgte die Wiedereröffnung unter dem Namen Universität Innsbruck. Erster Rektor nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Karl Brunner, der bereits 1938 durch sein offenes Eintreten gegen den Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland aufgefallen war. Seit damals entwickelte sich die Universität Innsbruck zur Landesuniversität für Tirol, Vorarlberg und Südtirol. Erst zu dieser Zeit erfolgte die Zulassung von Frauen an der Katholisch-Theologischen Fakultät.

1969 wurde die Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur (heute Fakultät für Technische Wissenschaften) auf Betreiben des damaligen Landeshauptmannes von Tirol, Eduard Wallnöfer, und 1976 die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät als eigenständige Fakultät ausgegliedert, die aus den Rechts- und Staatswissenschaften hervorging. Im Rahmen der Hochschulreform kam es in den Jahren 1975/1976 auch zur Trennung der Philosophischen in eine Geistes- und eine Naturwissenschaftliche Fakultät.

Durch In-Kraft-Treten des Universitätsorganisationsgesetzes (UOG 1993) im Jahre 1999 erlangte die Universität Teilrechtsfähigkeit.

Mit der Einführung des Universitätsgesetzes 2002 erfolgte die Einführung der Autonomie der Universitäten und wurde am 1.1.2004 die Medizinische Fakultät als Medizinische Universität ausgegliedert und am 1.10.2004 Universität Innsbruck laut Organisationsplan von bisher sechs in fünfzehn kleinere Fakultäten umstrukturiert.

Mit 1.10.2012 wurde als bislang letzte Fakultät die School of Education eingerichtet.

 

Weiter Nachweise finden sich in den folgenden Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Universität_Innsbruck

http://en.wikipedia.org/wiki/University_of_Innsbruck

http://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/zeittafeln.html

https://www.i-med.ac.at/universitaet/

http://www.uibk.ac.at/ipoint/news/2012/soe.html.de

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