Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft besteht aus 3-4 Ebenen (Ebene 2 ist fakultativ eingerichtet):

  1. Studienvertretung

Die Mandatare der Studienvertretungen (StVen) vertreten die Interessen der Studierenden einer Studienrichtung. Sie sind der unmittelbare Ansprechpartner für studienspezifische Fragen und bestehen je nach Hörerzahl aus 3 oder 5 Personen. Diese werden bei den Wahlen zur Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft nach dem Persönlichkeitswahlrecht gewählt. Das bedeutet, dass Studierende einer Studienrichtung direkt die Studierendenvertreter dieser Studienrichtung wählen – unabhängig von einer etwaigen Fraktionszugehörigkeit der potentiellen Studierendenvertreter.
Auf diese Ebene haben Studierende den größtmöglichen Einfluss.

  1. Fakultätsstudienvertretung

Die Fakultätsstudienvertretungen (FStVen)1– rechtlich korrekt „die Organe gemäß § 15 Abs 2 HSG“ – koordinieren die Tätigkeit der Studienvertretungen und übernehmen Aufgaben die alle Studierenden der Fakultät oder zumindest mehr als jene einer Studienrichtung betreffen. Sie bestehen aus 5 bis 11 Mandataren welche je nach Hörerzahl von den zur Fakultät gehörenden Studienvertretungen entsendet werden.
Auf diese Ebene haben die Studierenden nur indirekt Einfluss, als sie die zur Entsendung berechtigten Studierendenvertreter in den Studienvertretungen direkt wählen.

  1. Universitätsvertretung

Die Universitätsvertretung (UV) ist das höchste lokale Organ der Studierenden und wird umgangsprachlich auch als „Studierendenparlament“ bezeichnet. Sie kümmert sich um jene Agenda, welche den Bereich einer Fakultät übersteigen oder sogar für die Gesamtheit der Studierenden an der Universität von Relevanz sind (zB Studienplätze, Semesterticket, usw). Sie besteht aus 9 bis 27 Mandataren, wobei jene an der Universität Innsbruck derzeit (Stand Wahl zur Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck im Mai 2017) 19 umfasst.

Im Gegensatz zu den Studienvertretungen gilt für Mandatare der Universitätsvertretung ein Listenwahlrecht. Die an der Universität Innsbruck bestehenden Fraktionen treten mit einer Reihe von Kandidaten an. Die Studierenden wählen jedoch im Endeffekt nur die Fraktion, da die jeweiligen Personen (unter Einhaltung bestimmter Formerfordernisse) mehr oder weniger beliebig ausgetauscht werden können.

Auf diese Ebene besteht somit weniger direkter Einfluss, andererseits bezieht sich dieser Einfluss auch auf Bereiche welche nicht nur das eigene Studium betreffen.

  1. Bundesvertretung

Die Bundesvertretung (BV) ist im Gegensatz zu den anderen 3 Ebenen keine lokale Vertretung, sondern bundesweit tätig und beschäftigt sich mit Themen wie Demonstrationen, Studiengebühren und bundesweiten Angeboten.

Ähnlich wie bei der Universitätsvertretung gilt auch für die Bundesvertretung ein Listenwahlrecht (vgl oben). Die jeweilien Listen entsenden je nach Stimmenanteil in die Bundesvertretung, die 55 Mandatare umfasst.

Auf diese Ebene haben die Studierenden den wenigsten Einfluss. Im Gegensatz zu den niedrigeren Ebenen umfasst sie dafür auch jene Agenda die über den lokalen Bereich hinausgehen.


 

1 An den meisten anderen Universitäten in Österreich werden die Organe gemäß § 15 Abs 2 HSG als „Fakultätsvertretungen“ (FVen) bezeichnet. Dies ist erscheint jedoch ähnlich unsinnig wie der Begriff der Universitätsvertretung, da die Mandatare der jeweiligen Organe die Studierenden, nicht jedoch die Fakultät respektive Universität vertreten.

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