Das Doktoratsstudium Rechtswissenschaften dient der Heranbildung von Forschern und von Nachwuchs für die Besetzung anderer gehobener beruflicher Positionen. Ausbildungsziel ist die Befähigung zu selbständiger, methodisch einwandfreier wissenschaftlicher Arbeit, die mit der Dissertation als eigenständiger Forschungsleistung belegt wird. Neben der Aneignung und Weiterentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse dient das Doktoratsstudium dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie der Fähigkeit zu vertiefter theoretischer Reflexion, zum selbstorganisierten Lernen, zum fachwissenschaftlichen Diskurs, zum interdisziplinären und internationalen Dialog, zur Präsentation eigener Forschungsergebnisse und zur Vermittlung eigenen Wissens. Absolventen erwerben das Verständnis für rechtsethisch relevante Problembereiche und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Problemstellungen und Entwicklungen. Sie sind weiters befähigt, wissenschaftliche Ergebnisse eigenständig zu präsentieren, sowie eigene und fremde wissenschaftliche Ergebnisse, Konzepte und Projekte vor Kollegen, vor Laien und vor wissenschaftlich kompetentem Publikum kritisch zu diskutiere und zu analysieren.

Als Tätigkeitsfelder kommen neben den klassischen Rechtsberufen eine Vielzahl weiterer hochqualifizierter Berufstätigkeiten in Frage, so etwa an der Universität, in außeruniversitären Forschungs- und Bildungseinrichtungen, im diplomatischen Dienst, in europäischen und internationalen Organisationen, in nationalen und internationalen Unternehmen sowie in politischen Schlüsselpositionen.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Aufnahme des Doktoratsstudiums Rechtswissenschaften in der Abschluss

  • eines fachlich in Frage kommenden Diplom- oder Masterstudiums,
  • eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul-Diplomstudienganges oder Fachhochschul-Masterstudienganges gemäß § 5 Abs 3 Fachhochschul-Studiengesetz, oder
  • eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung

Demnach berechtigt jedenfalls der Abschluss der Diplomstudien Rechtswissenschaften und Wirtschaftsrecht an der Universität Innsbruck zur Aufnahme des Doktoratsstudiums Rechtswissenschaften.

In Ausnahmefällen kann auch bereits der Abschluss eines Bachelorstudiums ausreichen. Dazu muss das Bachelorstudium innerhalb der vorgesehenen Studienzeit und mit besonderem Studienerfolg abgeschlossen werden. Nähere Regelungen hiezu hat das Rektorat zu erlassen.

Für die Aufnahme des Doktoratsstudiums des italienischen Rechts ist zusätzlich zu den obigen Voraussetzungen der Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse in der deutschen und italienischen Sprache erforderlich. Die Überprüfung der Sprachkenntnisse erfolgt durch eine ad-hoc Kommission gemäß Art II Abs 2 der Vereinbarung zwischen der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und der Università degli Studi di Padova.

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